Mauerfall und Wiedervereinigung

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Nach 28 Jahren betonierter Teilung wachsen Ost- und West- Berlin seit 1990 wieder zusammen. Doch es dauert eine Generation, bis die sichtbaren Spuren verschwunden sein werden – auch zwischen Jerusalemer und Axel-Springer-Straße.

Ein Missverständnis machte die Deutschen zum glücklichsten Volk der Welt: Eigentlich wollte das SED-Politbüro die Berliner Mauer am 9. November 1989 überhaupt nicht öffnen. Eine dosierte Ausreise war das Ziel, um den Druck auf die Grenzen anderer Ostblock-Staaten zu reduzieren. Die Menschen in der DDR hatten aber genug von der Bevormundung, sie nahmen sich die Freiheit und brachten die Mauer zum Einsturz. Der lange lebensgefährliche Todesstreifen wurde erst zum breiten Spazierweg zwischen Ost und West, dann zum Parkplatz und schließlich zu Neubau-Grundstücken.

Autor
Sven Felix Kellerhoff

Sven Felix Kellerhoff

Ltd. Redakteur Geschichte WELT | Kontakt

Autor
Hans-Wilhelm Saure

Hans-Wilhelm Saure

BILD-Chefreporter | Kontakt


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