„Unbuilding Walls“ – Projekt des Axel-Springer-Neubaus auf der Biennale in Venedig ausgestellt

Freya Schulte-Wintrop Allgemein

Auf der diesjährigen Architekturbiennale in Venedig steht der deutsche Beitrag unter dem Motto „Unbuilding Walls“. Eines der ausgestellten 28 Bauprojekte ist der Axel-Springer-Neubau in Berlin, der auf geschichtsträchtigem Grund direkt an der ehemaligen Mauer die Grenzen der einst geteilten Stadt räumlich überwindet.

Am 5. Februar 2018 war die Berliner Mauer genauso lange verschwunden, wie sie einst existierte – 10.316 Tage. Diese Zeitengleiche, der sogenannte Zirkeltag, inspirierte Marianne Birthler, Kuratorin des Deutschen Pavillon, und das Architekturbüro GRAFT zum deutschen Beitrag für die diesjährige Biennale in Venedig: Eine Ausstellung mit dem Titel „Unbuilding Walls“. In Zuge des übergeordneten Biennale-Themas „Freespace“ widmet sich „Unbuilding Walls“ der deutschen Mauergeschichte, der architektonischen und stadträumlichen Trennung sowie dem Zusammenwachsen von „Ost“ und „West“ durch besondere Bauvorhaben.

Der Neubau von Axel Springer nimmt dabei eine wichtige Rolle ein: Im Herzen des früheren Berliner Zeitungsviertels entsteht nach dem Entwurf des niederländischen Architekten Rem Koolhaas auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen „Lindenpark-Gelände“ der Neubau, welcher die bestehenden Verlagsgebäude ergänzen wird. Der damalige Grenzverlauf zieht sich diagonal durch das Gebäude und findet Ausdruck in der Gestaltung eines lichtdurchfluteten Innenraums, der aus miteinander verbundene Terrassen, vielen Glasflächen und einem 30 Meter hohes Atrium bestehen wird. Das kubusförmige Gebäude ist somit nicht nur Symbol für die räumliche Überwindung der Grenze einer einst geteilten Stadt, sondern auch Ausdruck für neudefinierte Arbeitsräume in der digitalen Welt.

About the Author
Freya Schulte-Wintrop

Freya Schulte-Wintrop

Tel: +49 30 2591 77612 | Fax: +49 30 2591-77 642 | freya.schulte-wintrop@axelspringer.de